Wer ein Adressbuch der Medien braucht, ist schnell dreistellige Beträge los: Es gibt etwa 40.000 deutschsprachige Redaktionen. Wer aber nicht unbedingt jede Schülerzeitung, abseitige Special-Interest-Postillen und kleine Infodienste erreichen möchte, wer ausschließlich an die Großen heran will, dem mag das Taschenbuch der Journalistin Dorothée Berendes genügen.
Übersichtlich hat sie Anschriften, Telefon- und Faxnummern zusammengetragen: Print, Rundfunk, Verlage, Nachrichtenagenturen. Fast bei jedem Medium nennt sie einen Ansprechpartner (den Chefredakteur) und die Auflage (Mitte 1999). Große Reichweite -- das macht für Berendes ein "Top-Medium" aus. Demgemäß verzichtet sie auf mittelgroße Fachzeitschriften und listet lieber lokale Radiosender auf.
Das Buch nennt, gut sortiert, etwa 1200 Adressen, hat einen Index -- und einen Wermutstropfen: Obwohl ein Vergleich mit der 1998er Auflage zeigt, dass viele E-Mail-Adressen nachrecherchiert wurden, sind die Daten keineswegs komplett. Dafür könnte man auf die Auflistung von Telefonfirmen und Internetprovidern verzichten.
Allerdings gibt es nützliche Schautafeln, die man in Adressbüchern üblicherweise nicht findet: Tochterfirmen und Beteiligungen der großen Medienkonzerne. Adressen von Werbeagenturen, Archiven, Medienverbänden und Weiterbildungseinrichtungen runden das Angebot ab. --Frank Rosenbauer





